Monatsarchiv: März 2008

123 Blogstöckchen: Robert Walser

Habe grade den Blogstöckchen-Literatur Beitrag bei morgenlandfahrt gelesen. Hat mich wirklich angerührt, aus zwei Gründen. Zum einen ist Uwe Johnson wirklich einer der wenigen Autoren der so eine Art Tiefenwirkung bei mir ausgelöst hat. Gut, es gibt ein paar solcher Autoren, aber es ist nicht so häufig. Die Tiefenwirkung kann man schlecht erklären, verursacht aber das Gefühl als wäre das was er schreibt Teil meines eigenen Lebens – bzw. vor allem meiner Erinnerung. Und zwar nicht der mechanische Erinnerungsteil sondern der emotionale mit Liebe, Sehnsucht, Tiefe, aufgegebenen Gründen usw.Ich möchte mich gerne also dergestalt beworfen fühlen und hab selbst ein Buch aus dem Regal genommen. Von einem anderen Lieblingsautor dem das auch gelingt, allerdings auf eine viel beängstigendere Weise. Zitiere also aus Robert Walser, Geschwister Tanner:

 „Ich sah wieder das hohe Haus, wo die Eltern ein reizendes Galanteriewarengeschäft hatten, wo viele Menschen zu uns hineinkamen, um zu kaufen, wo wir Kinder eine helle, große Kinderstube besaßen, in welche die Sonne mit einer Art Vorliebe hineinzuscheinen schien.“

Dabei fällt mir zum ersten Mal ein fast klinsmannartiger Gebrauch der deutschen Sprache auf, hmm…Habe mir übrigens vorgenommen bald mal dem schweizerischen Ort einen Besuch abzustatten wo Walser lange Jahre gelebt und zuletzt auf so glamouröse und zugleich unheimliche Weise gestorben ist.So, wem sollte das Stöckchen denn jetzt zugeworfen werden? etorsten, wie wäre es mit Dir? Oder servrrockr? Und einen Lese-Beitrag von Mr. Web2.0 fände ich auch sehr vorablesenswert…

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