Monatsarchiv: April 2009

Sun Microsystems du fehlst schon jetzt

Was für eine Hammer-News: Sun wird von Oracle gekauft!

Das ist natürlich bitter für Sun und bitter für die ganze IT-Gemeinde. Bitter aber vor allem für die Hardcore Sun-Fans zu denen ich mich auch zähle.

Meine erste Begegnung mit Sun-Rechnern war so 1999 bei der GMD – heute Fraunhofer Gesellschaft. Dort gab es immer zwei Klassen von Leuten. Die Deppen die mit PCs gearbeitet haben und die Heiligen die entweder eine Sun unter dem Schreibtisch stehen und/oder Zugriff auf eine solche hatten. Man sprach ja auch nur heilig von „der Sun“. Man konnte auf „der Sun“ Dinge tun die auf anderen Systemen undenkbar waren. Sie war unkaputtbar, sah cool aus und flösste irgendwie ziemlich viel Ehrfurcht ein. Man hatte den Eindruck es geschafft zu haben wenn man nur mal eines Tages einen Login auf einer solchen Maschine sein eigen nennen könnte.

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twitter kultiviert den polnischen Abgang

Das Prinzip follow und unfollow wird gemehinhin als großer Vorteil von twitter gesehen. Follow ist gut weil es eine Opt-In Rezeption ist – man also nur von Leuten liest für die man sich explizit entschieden hat. Und in unfollow wird sozusagen der umgekehrte Vorteil gelesen. Wenn einer nervt wird er unfollowed. Es werden regelrechte Unfollowing-Aktionen gemacht über die man dann euphorisch schreibt usw.

Scheint also alles perfekt zu laufen. Weiterlesen

1987 taz am Ostersamstag: nimm hin und iss

Jetzt haben sich ja ein paar Leute darüber aufgeregt, dass die taz an Ostern den Klinsmann ans Kreuz gehängt hat.

Das ist aber nichts gegen den Skandal den die taz 20 Jahre früher mit Ihrer Osterausgabe 1987 ausgelöst hat. Auf dem Titel war das Bild unten abgebildet und der Text dazu hatte den Titel „Gourmands und Gourmets“. Er handelte von der Geschichte des Kannibalismus und entwickelte so eine ganz eigenwillige und neuartige Interpretation des christlichen Osterglaubens. Weiterlesen

Aus holadihos Bücherregal (Intro)

Ich werde jetzt die angekündigte Bücherserie starten.

Unten auf dem Foto seht Ihr mein Bücherregal (genaugenommen das Bücherregal das ich mit meiner Frau teile, aber das ist schon Teil der Story).

Ich werde mich in regelmässigen Abständen vor das Regal stellen, die Augen schliessen und mit ausgestrecktem Finger auf die Wand zugehen. Das Buch das ich dann berühre ist Gegenstand des Artikels. Es gibt die Möglichkeit ein zweites mal zu ziehen aber das sollte vermieden werden. Im Falle des Zurücklegens muss darüber berichtet werden.

Der Bericht über das Buch wird nicht nur auf den Inhalt eingehen sondern auch auf alle relevanten Begleitumstände, also von wem habe ich das bekommen?, habe ich es gelesen?, wie riecht es? usw.

ok?

bucherwand

Vorschläge für weitere Zensurmasssnahmen

Jetzt verfügt das von der Leyen Kontrollteam ja endlich über die begehrten Cisco-Router mit der hübschen Ajax Kontrolloberfläche. Wir wollen das zum Anlass nehmen gleich noch ein paar weitere Bereiche vorzuschlagen in denen die Software zum Schutz der unbescholtenen Bürger zügig eingesetzt werden sollte. Weiterlesen

Ab heute ist dieses Blog politisch

Immer mal wieder kann man lesen, dass die deutsche Blogosphäre zu arm ist an politischen Blogs oder solchen die zumindest teilweise Stellung beziehen zu politischen Themen. Das stimmt ja auch. Jetzt bin ich nicht so vermessen zu glauben der kleine beimnollar blog könne das ändern. Aber ich werde dennoch eine Serie von Blogartikeln zum Wahljahr starten. Ich werde dabei meine eigene politische Meinungsentwicklung schildern bis zur Bundestagswahl am 27. September 2009.

Bevor ich auf die fast idealen Startbedingungen eingehe noch zwei Punkte die ich teilen möchte. Weiterlesen

Was ist eigentlich twitter?

Die Faszination für twitter ist gravierend und ich kann jetzt schon sagen, dass nur wenige Anwendungen so eine magische Wirkung auf mich ausgeübt haben wie twitter.com/holadiho.

Das ist umso erstaunlicher wenn ich an meine erste Berührung mit twitter zurückdenke. Das war in einem Hamburger Altherrenclub als ich auf einer Veranstaltung dort Nico Lumma traf. Genaugenommen muss man sagen „er war da“ denn wirklich Kontakt aufnehmen konnte man fast nicht da er permanent an seinem handy rumfummelte und dabei sichtlich vergnügt war. Ich würde sagen er war an diesem Abend der vergnügteste Gast im Raum (die Tragik erkennt man nur wenn man weiss dass ich der Veranstalter war…).

Also fragte ich Nico was er denn da mache die ganze Zeit und er meinte in seiner unnachahmlichen Art das sei so ein neues tool twitter mit dem man Kurznachrichten an bestimmte Gruppen schicken könne usw. – erschien mir unglaublich albern und irrelevant. Auch als ich mir das auf seinem Micro-Display ansah was da so reinkam hat meine Meinung nicht wirklich gedreht.

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