Take your passion – and make it happen

Ein tweet von Dwight Cribb gerade hat es mir nochmal in Erinnerung gerufen – ja ich bin ein Unternehmer, Gründer sogar. Faszinierend.

Und zwar deshalb weil ich nicht schon als 13-jähriger einen Handel mit meiner Briefmarkensammlung aufgemacht habe. Ich habe auch nicht Reparaturen von Matchbox-Autos gegen Bezahlung angeboten – obwohl ich gut darin war.

Ich bin also nicht Unternehmer geworden um des Unternehmertums willen – oder vielleicht doch? Jedenfalls ist es passiert weil ich eine Idee verwirklichen wollte die mich schon lange Zeit beschäftigte (reich werden und so wollte ich natürlich auch, das passt aber grad nicht in die Linie des Artikels).

Irgendwann wurde mir dann noch klar, dass man als Angestellter heute ab einer bestimmten Position und wenn man etwas erreichen will de facto auch quasi als Unternehmer arbeitet – man hat die gleiche Verantwortung, die gleichen ungeregelten Arbeitszeiten, den gleichen Stress und in guten Unternehmen auch fast die gleichen Freiheiten (na ja). Aber man hat kein Unternehmen. Und das ist ein grosser Unterschied.

Vor 3 Jahren wurde ich dann also wirklich Unternehmer.

Ich bereue es nicht eine Sekunde.

Ich war schon als Arbeitnehmer jemand der für seine Firma gekämpft und sie geliebt hat wo es eben ging. Ich war empfänglich für die Marketing-Kampagnen der eigenen Firma und stolz wenn ich das Logo sah das auch auf meinem Arbeitsvertrag zu sehen war. Ich habe Arbeitsrekorde aufgestellt ohne dafür bezahlt zu werden (z.B. 36h durcharbeiten) – es spielte auch gar keine Rolle.

Aber jetzt ist es nochmal ganz anders. Es ist eine viel intimere, leidenschaftlichere Bindung an das Unternehmen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schön und intensiv sein kann wenn man nicht FDP-Mitglied ist.

Man ist so stolz wenn sich die Zahlen gut entwickeln, Kunden zufrieden sind und die Firma in der Presse ist. Wenn Investoren anrufen. Der Aufsichtsrat den Businessplan freigibt. Wenn Abschlüsse gefeiert werden. Wenn man morgens alleine da ist und die Büros dem Arbeitstag noch entgegenfiebern.

Ich habe ja zum Glück schon Kinder und kann deshalb ohne schlechte Gefühle behaupten, dass die eigene Firma auch ein bisschen wie ein Baby ist. Du willst es wachsen sehen, hätscheln und liebkosen und willst ihm ersparen schlechte Erfahrungen zu machen – klappt aber nicht. Du willst eine gute Schule finden und bei jeder Schulaufführung bist Du zu Tränen gerührt und stolz. Und du willst es irgendwann ziehen lassen und vielleicht mal zur Hochzeit eingeladen werden…

Das grösste dabei sind dabei aber letztlich die Mitarbeiter (klingt toll, gell?). Im Ernst. Ein Unternehmen ist unendlich viel leistungsfähiger und macht mehr Spass wenn es gelingt gute Leute zu engagieren und mit Leidenschaft an die Firma zu binden. Das ist auch das grösste Kompliment für den Gründer. Es gibt nichts schöneres als ein in Leidenschaft verbundenes Team – das ist auch kaum zu schlagen.

PS: ich hätte vielleicht noch erwähnen sollen woher die Inspiration für den Titel kommt. Habe ja schon in einem früheren Artikel hier auf meine Verbundenheit mit Flashdance hingewiesen. Jetzt habe ich noch dieses Originalvideo gefunden das eigentlich zu diesem Artikel hier noch besser passt. Denn es zeigt quasi genau wie es läuft wenn man sein Unternehmenskonzept vor dem Investment-Kommitee einer VC-Gesellschaft vortragen muss um das Geld zu bekommen.

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2 Antworten zu “Take your passion – and make it happen

  1. agree,

    schönste story über kundenzufriedenheit :

    kunde ruft an und bittet nochmals um die daten und auswertungen, die er vor wochen längst bekommen hatte.

    mein etwas erstauntes ; “ haben sie doch längst im haus und können es selbst kopieren“

    es folgt ein kleinlautes „ein mitarbeiter ist zum wettbewerber gewechselt, und hat alles mitgenommen !“

    mfg as

  2. Denkt beim Glück des Unternehmers auch immer an die Verantwortung, die Sie damit gegenüber Ihren Mitarbeitern übernommen haben.

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