Hardy Homann von der brandeins philosophiert über meinen Gürtel

Ich hatte ja kürzlich hier in einem Artikel meine Erkenntnis dargelegt warum mich die brandeins in letzter Zeit so nervt.

Soweit so unaufregend meint man – nicht aber für die Abonnentenbetreuung der brandeins. Denn da arbeitet Hardy Homann und muss vermutlich frustiert den ganzen Tag irgendwelche Kündigungsschreiben beantworten. Anders kann ich mir jedenfalls die relativ hysterische Reaktion auf das Kündigungsschreiben meiner Frau nicht erklären.

Ach so – wir hatten die brandeins inzwischen gekündigt (das wisst Ihr ja gar nicht). Dann kam erstmal ein sehr nettes Schreiben von Herrn Hardy Homann:

Lieber Herr Noller,

wie schade, dass Sie brand eins nicht regelmäßig weiterlesen möchten. Ich hoffe, es hat nichts mit der Qualität unseres Wirtschaftsmagazins zu tun?
Falls ja, lassen Sie mich doch gerne wissen, was wir Ihrer Meinung nach ändern sollten. Denn wir machen brand eins ja für Sie – unsere Leser.

Natürlich verfahren wir wunschgemäß und kündigen Ihr Abonnement zur nächst erreichbaren Ausgabe, unserer Heftfolge 06/09. Die unmittelbar nächste Ausgabe, die übermorgen am 30.04. erscheint, befindet sich allerdings schon im Versand und wird Sie daher noch einmal an die uns bisher vorliegende Anschrift erreichen. Damit ist Ihr Bezug dann aber beendet. Weitere Kosten
oder Verpflichtungen entstehen Ihnen selbstverständlich nicht.

Eventuell bereits bezahlte Ausgaben, die nun nicht mehr geliefert werden, bekommen Sie natürlich erstattet, insofern uns Ihre Bankverbindung schon bekannt ist oder entsprechend bekannt gemacht wird. Hierfür im Voraus besten
Dank.

Eine zusätzliche Kündigung per Post ist bei uns übrigens nicht notwendig.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen auch gern für Ihr Interesse an brand eins danken. Ich würde mich freuen, wenn Sie uns gewogen bleiben und danke Ihnen für die gemeinsame Zeit.

Und wer weiss: vielleicht lesen wir uns ja doch eines Tages wieder?

Mit besten Grüßen

…..

Hardy Homann

Das war ja ein wirklich nettes Schreiben und eine absolut faire Abwicklung der Kündigung…
Und da dachten wir ach, wenn die das wissen wollen schicken wir denen einfach mal die URL zu dem Blogbeitrag, das dürfte eigentlich hinreichend erklären warum wir erstmal kein Abo mehr wollen. Meine Frau hatte sogar noch darauf hingewiesen, dass der Artikel ein bisschen bissig sei… Aber Hardy Homann antwortete so:

Liebe Frau Brandt-Noller,

ja, ich wollte (und will) es wirklich wissen. Allerdings finde ich den ‚Artikel’ Ihres Gatten nicht „bissig“, sondern einfach nur gehässig, böse und unnötigerweise persönlich arg verletzend. Was haben wir ihm bloß getan, damit er seinen Gürtel öffnet, um die Linie nach unten zu überschreiten…

Sei’s drum: er wird seine Gründe für soviel Heft-Ekel haben. Ich kann sie zwar weder verstehen noch nachvollziehen: sie seien ihm aber gegönnt. Das er sie im Internet mit möglichst vielen Menschen teilen möchte – damit müssen wir wohl leben. Warum er aber gar nicht erst versucht hat, mit unserer Redaktion über Inhalte zu diskutieren… das wird wohl nach dieser Philippika sein Geheimnis bleiben.

Da er unserer Chefredakteurin ja „ein Verhältnis“ mit Wolf Lotter unterstellt, habe ich mir erlaubt, ihr unsere Korrespondenz weiterzuleiten, damit sie (falls sie das möchte) Ihnen sagen kann, was sie zu soviel kindischem Blödsinn sagen möchte. Ich bin mir allerdings doch eher unsicher, ob sie Lust auf diese Art von „Revolte“ hat.

Mit besten Grüßen
…..

Hardy Homann

Lieber Herr Homann,

erstmal finde ich es klasse mit welcher Energie Sie Ihr Heft und vor allem Ihre Chefin gegen diese unbotmässigen Angriffe verteidigen – das verdient wirklich höchsten Respekt!
Generell würde ich Sie – auch zur langfristigen Sicherung Ihrer eigenen Gesundheit in diesem Geschäft – bitten sich nochmal mit ein paar Konzepten des Journalismus und man könnte sagen von Texten an sich zu beschäftigen. Insbs. die ganzen Kapitel zu Stilmitteln, Ironie usw. würde ich Ihnen nochmal zum Durcharbeiten empfehlen bevor Sie das nächstemal hektisch zu den Waffen greifen. Derart gestählt wäre es Ihnen vielleicht sogar aufgefallen, dass in dem Artikel abseits der Stilmittel tatsächlich relativ klar begründet wird woher die Heftkritik kommt. Sie meinen ja sie verstünden das nicht – ist aber eigentlich mit klarem Kopf gar nicht so schwer zu verstehen worum es mir ging (nochmal in der Kurzform: brandeins macht zu viele PR-Texte).
Und vielleicht freunden Sie sich dann auch noch mit dem Gedanken an, dass es „dieses Internet“ tatsächlich ermöglicht, dass sich Leser über Ihr Magazin äussern – Achtung, sogar negativ manchmal! – und dies mit „möglichst vielen Menschen teilen“ – sprich: veröffentlichen. Ja das ist möglich. Das können Sie auch gerne Ihrer Chefin weiterleiten – vielleicht muss dagegen ja mal grundsätzlich etwas unternommen werden.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiter viel Vergnügen bei Ihrem Job und hoffe halt nur, dass Sie nicht mal vor Aufregung einen Leserbrief zu schnell aus dem Drucker reissen auf dem Weg zur Chefin.

Viele Grüsse,

Stephan Noller

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2 Antworten zu “Hardy Homann von der brandeins philosophiert über meinen Gürtel

  1. da hatte der herr homann wohl keinen guten tag und du hast einen draufgesetzt. wie auch immer.. gute antwort.

  2. Leben und leben lassen. Warum verschwenden Sie, Herr Noller, das auch für sie begrenzte Gut Zeit damit, sich an derlei Sachverhalten abzuarbeiten? Kümmern Sie sich doch um ihren eigenen Kram. Und wenn Sie etwas bessern können: Machen Sie es doch einfach. So sind Sie nur ein Minus-Mensch.

    Gez. Ein Mensch, der Ihre Antwort nicht lesen wird.

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