„Targeting“ bei der ISAF – ein ekelhaftes Interview in der FAZ

Meine alltägliche Arbeit hat viel mit Behavioral Targeting zu tun – einer Technik um Leuten Werbung einzublenden passend zu Seiten die sie vorher besucht haben. Wir haben damals mehrfach überlegt ob man so eine friedliche Technik wirklich so nennen sollte weil ja „Targeting“ durchaus auch irgendwie militärischen Beigeschmack hat. Heute habe ich es erstmalig wirklich bereut dass wir es damals dennoch so belassen haben.
Muss nämlich in der FAZ von heute ein ekelhaftes Interview („Auch über Panzer nachdenken“) mit einem feist grinsenden Bruno Kasdorf lesen (das Bild von ihm ist nur in der Print-Version zu sehen) – einem deutschen ISAF-General. Ein Auszug:

„FAZ: Ist das sogenannte Targeting, gezieltes Ausschalten gegnerischer Kämpfer, ein Vorgehen der Isaf wievon OEF?

Kasdorf: Das gibt es in beiden Operationen. Das ist Teil des Targeting, das ist Teil der Operationsführung.

FAZ: Das heisst, dass man es in bestimmten Situationen nicht darauf ankommenlässt, dass man Personen gefangen nimmt, sondern es darum geht, sie zu töten.

Kasdorf: Es ist erstmal unser Ziel, die Personen gefangen zu setzen. Aberes kann natürlich auch durchaus sein, dass bestimmte Personen gezielt ausgeschaltet werden.“

(hier auch online auf faz.net)

Wo sind wir eigentlich hingekommen?

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Eine Antwort zu “„Targeting“ bei der ISAF – ein ekelhaftes Interview in der FAZ

  1. autsch. so ist das also.

    da könnte man glatt zum Gutmensch™ mutieren…

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