Beweis: FAZ ist links

Ich weiss nicht wie es Euch geht, aber ich bin jahrelang im sicheren Wissen grossgeworden, dass die FAZ ein rechtes Scheissblatt ist. Schon allein diese altdeutsche Frakturschrift und das ganze superkonservative Auftreten und so. Aber auch generell war einfach klar: wer die FAZ liest gehört zum anderen Lager.

Jahrelang taz abonniert usw., dann auch mal Berliner Zeitung und andere Experimente (nein, FR konnte ich noch verhindern) und am Ende bin ich gelandet bei der: FAZ

Ich glaube es stimmt sogar dass man mit den Jahren häufig ein bisschen konservativer wird usw. – wobei sich das bei mir (hoffentlich) einigermassen in Grenzen hält. Die Sprüch die ich bei meiner Tochter manchmal bringe sind schon finsterstes Mittelalter des Konservativismus, aber das hat eher mit Ihrer Scheiss-Pubertät zu tun, na ja.

Jedenfalls zur FAZ ist zu sagen: die ist nicht rechts, im Prinzip noch nicht mal konservativ wenn man sie mal ernsthaft liest, ehrlich. Heute (29.11.) ist wieder ein schönes Beispiel:

– Artikel über the national im Feuilleton auf S. 38 sonic youth artiger Erwachsenen-Pop

– „Die eigenartige Karriere des umtriebigen Dr. Boll“ über den Produzenten Boll der sich schon mehrfach mit Kritikern im Boxring getroffen (und stets gesiegt hat). „Und seine Filme atmen immer einen Hauch von William Blake – schwarz und pessimistisch, voller Leidenschaft. Einem Schlingensief nicht ferner als einem Eichinger – in seinem Inneren ein Anarchist.“

– das Feuilleton wird heute eröffnet mit dem Artikel „Muhabbet weiß, was er sagt“, geschrieben von Esther Schapira, der Regisseurin des Films „Der Tag als Theo van Gogh ermordet wurde“ in dem sie gegen die Steinmeiersche appeasment Politik gegenüber islamistischen Bestrebungen anschreibt

– ein weiterer Teil der Serie „FAZ bashed die GEZ“ mit einem Interview einer ehemaligen GEZ-Mitarbeiterin die die Arbeitsmethoden der GEZ darlegt

– das krasseste heute war allerdings: auf Seite 10 (also im ersten Teil!) ein ganzseitiger Artikel über die Vorteile des „Erziehungsgehalts für alle“, verfasst von Christa Müller, der familienpolitischen Sprecherin der Linken und Frau von Oskar Lafontaine

Das soll eine rechtskonservative Zeitung sein??

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