beim Nollar (aka @holadiho)

spickmich, Verfassungsgericht, Kauder

Juni 28, 2009 · Kommentar schreiben

Erstmal einen dicken Glückwunsch an die Leute von spickmich.de und natürlich unser Verfassungsgericht!

Jetzt geht natürlich vielen die Düse – Bürger dürfen anonym im Internet Funktionsträger benoten? Das kann ja wohl nicht sein! Von “Denunziantentum” spricht Herr Kauder dann auch gleich und kommt mit dem trotz hundertfacher Wiederholung immer noch idiotischen Argument dann könnten ja auch Lehrer die Schüler benoten und Richter die Verurteilten usw.

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Nu is mal gut mit zensursula

Juni 27, 2009 · 8 Kommentare

Das ganze zensursula Theater dreht so langsam ein bisschen ab finde ich. Ich meine – macht Euch mal klar: da wird ein “Netzaufstand” geprobt und es wird der SPD angedroht sie in einen “Sturm aus Scheisse” zu schicken. Warum nochmal? Ach ja, weil die Koalition ein schlampiges Gesetz durchgedrückt hat das ungenügende Hindernisse für die Ansicht von Kinderpornographie im Netz einziehen will. Und weil damit de facto eine Art von Zensurinfrastruktur aufgebaut wird.

Versteht mich nicht falsch. Ich finde das auch schlimm. Und beschämend mit welch dreistem Populismus von der Leyen sich dieses wasserdichte Thema genommen hat um Ihren Wahlkampf damit zu pimpen. Und ich glaube auch, dass jedem Anschein von Zensur ein Riegel vorzuschieben ist.

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Take your passion – and make it happen

Juni 15, 2009 · 2 Kommentare

Ein tweet von Dwight Cribb gerade hat es mir nochmal in Erinnerung gerufen – ja ich bin ein Unternehmer, Gründer sogar. Faszinierend.

Und zwar deshalb weil ich nicht schon als 13-jähriger einen Handel mit meiner Briefmarkensammlung aufgemacht habe. Ich habe auch nicht Reparaturen von Matchbox-Autos gegen Bezahlung angeboten – obwohl ich gut darin war. Weiterlesen →

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Wie ich überraschend zum Europa-Skeptiker wurde in den letzten Tagen

Mai 15, 2009 · 3 Kommentare

Ich gehöre an sich zu denen, die immer schon für Europa waren. Aus einem Reflex heraus. Weil eine andere Option nicht denkbar war. Weil die CSU dagegen war und Merkel nur privilegierte Partnerschaften anbot. usw.
Ich glaube das ist bei vielen so. Man ist froh, dass die Zeit der Nationalstaaten vorbei zu sein scheint und die ganze europäische Einigung ist ja auch ein Prozess von höchster historischer Bedeutung. Ausserdem hat man die Hoffnung, dass Europa Annehmlichkeiten bringt zu denen letztlich auch gehört, dass es immer so chaotisch und multilateral bleiben wird, dass eine gemeinsame Armee und eine irgendwie konzentriert kriegerische Strategie einfach unerreichbar scheinen.
Aber es war schon auch die Idee ein demokratisch legitimiertes europäisches Parlament (oder eine Kommission, egal) zu haben das den nationalen Parlamenten Einhalt gebietet und eben die europäische Idee vertritt und vorantreibt.
(das war übrigens der einzige Moment überhaupt wo ich den Kohl mal sympathisch fand weil er extrem konsequent für Europa gesprochen und gearbeitet hat)
Kritik an Europa und den idiotischen Vorschriften und Normen die von dort kommen aber auch an den Subventionen usw. habe ich immer ins irgendwie CSU-nahe Lage gepackt und damit pauschal abgewiesen.
Das hat sich jetzt geändert.
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Twitter als Marketing-Tool ist Quatsch

Mai 12, 2009 · 11 Kommentare

Jetzt denkt jeder twitter sei das geniale neue Marketing-Tool wo man ständig in Kontakt mit der Zielgruppe ist (klingt z.B. in dem ansonsten lesenswerten Artikel von Holger Schmidt in der FAZ von heute durch).

Ich hoffe das sogar. Denn wenn ich zum Beispiel über die nervigen Elektronik-Bugs von meinem VW Touran tweete wünsche ich mir immer, dass da irgendwo ein armer Marketing-Praktikant an einem ausgemusterten Desktop-PC sitzt und aufgeregt search.twitter.com beobachtet. Und dann meinen tweet sieht, den ausdruckt und damit zum Produktmanager rennt mit aufgeregten Flecken im Gesicht. Der wiederum liest das und ist megabesorgt wegen meiner Autoprobleme. Werden natürlich sofort abgestellt. Man kauft dann für die zukünftigen Tourans einfach ein bisschen teurere Elektronik-Bauteile ein.
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Hardy Homann von der brandeins philosophiert über meinen Gürtel

Mai 2, 2009 · 1 Kommentar

Ich hatte ja kürzlich hier in einem Artikel meine Erkenntnis dargelegt warum mich die brandeins in letzter Zeit so nervt.

Soweit so unaufregend meint man – nicht aber für die Abonnentenbetreuung der brandeins. Denn da arbeitet Hardy Homann und muss vermutlich frustiert den ganzen Tag irgendwelche Kündigungsschreiben beantworten. Anders kann ich mir jedenfalls die relativ hysterische Reaktion auf das Kündigungsschreiben meiner Frau nicht erklären.

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Ach ID-Media

Mai 2, 2009 · 2 Kommentare

Die Meldung heute morgen war schon ein Schock: ID-Media beantragt Insolvenz.

Obwohl sich das lange angekündigt hat und es kaum passendere Zeitfenster für so einen Schritt gibt als gerade jetzt tut es schon weh eine weitere gute Firma dahinscheiden zu sehen.

Das tut aber vor allem weh bei Firmen die eine Seele hatten und dazu auch noch absolut verehrungswürdig waren über weite Strecken – sei es aus ganz persönlichen Gründen.

Und davon gibt es genug.

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Sun Microsystems du fehlst schon jetzt

April 20, 2009 · 3 Kommentare

Was für eine Hammer-News: Sun wird von Oracle gekauft!

Das ist natürlich bitter für Sun und bitter für die ganze IT-Gemeinde. Bitter aber vor allem für die Hardcore Sun-Fans zu denen ich mich auch zähle.

Meine erste Begegnung mit Sun-Rechnern war so 1999 bei der GMD – heute Fraunhofer Gesellschaft. Dort gab es immer zwei Klassen von Leuten. Die Deppen die mit PCs gearbeitet haben und die Heiligen die entweder eine Sun unter dem Schreibtisch stehen und/oder Zugriff auf eine solche hatten. Man sprach ja auch nur heilig von “der Sun”. Man konnte auf “der Sun” Dinge tun die auf anderen Systemen undenkbar waren. Sie war unkaputtbar, sah cool aus und flösste irgendwie ziemlich viel Ehrfurcht ein. Man hatte den Eindruck es geschafft zu haben wenn man nur mal eines Tages einen Login auf einer solchen Maschine sein eigen nennen könnte.

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twitter kultiviert den polnischen Abgang

April 19, 2009 · 9 Kommentare

Das Prinzip follow und unfollow wird gemehinhin als großer Vorteil von twitter gesehen. Follow ist gut weil es eine Opt-In Rezeption ist – man also nur von Leuten liest für die man sich explizit entschieden hat. Und in unfollow wird sozusagen der umgekehrte Vorteil gelesen. Wenn einer nervt wird er unfollowed. Es werden regelrechte Unfollowing-Aktionen gemacht über die man dann euphorisch schreibt usw.

Scheint also alles perfekt zu laufen. Weiterlesen →

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1987 taz am Ostersamstag: nimm hin und iss

April 17, 2009 · Kommentar schreiben

Jetzt haben sich ja ein paar Leute darüber aufgeregt, dass die taz an Ostern den Klinsmann ans Kreuz gehängt hat.

Das ist aber nichts gegen den Skandal den die taz 20 Jahre früher mit Ihrer Osterausgabe 1987 ausgelöst hat. Auf dem Titel war das Bild unten abgebildet und der Text dazu hatte den Titel “Gourmands und Gourmets”. Er handelte von der Geschichte des Kannibalismus und entwickelte so eine ganz eigenwillige und neuartige Interpretation des christlichen Osterglaubens. Weiterlesen →

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